Prozesslandkarte
MethodeAuch: Process Map , Prozesslandschaft
Übersichtliche Darstellung der wesensbestimmenden Geschäftsprozesse eines Unternehmens. Prozesslandkarten dienen der groben Information über die wichtigsten Arbeitsabläufe und gliedern Prozesse typischerweise in Steuerungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse. Zielgruppen können intern (Management, Mitarbeiter) oder extern (Lieferanten, Bewerber) sein.
Die Methode zur Beschreibung von Prozesslandkarten ist nicht normiert. In der Unternehmenspraxis haben sich daher viele Varianten herausgebildet.
Leitfragen zur Prozesswürdigkeit (ob ein Prozess in die Landkarte gehört):
- Sind verschiedene Stellen, Abteilungen oder Bereiche vom Prozess betroffen (hohe Arbeitsteilung)?
- Bestehen Schnittstellen zu anderen Prozessen?
- Bestehen Schnittstellen zum Kunden bzw. Kundenprozessen?
- Kann ein Prozessverantwortlicher bestimmt werden?
- Wird der Prozess häufig durchlaufen?
- Werden vom Prozess viele Ressourcen gebunden, die auch für andere Prozesse relevant sind?
Werden diese Fragen überwiegend mit „ja” beantwortet, gehört der Prozess in die Landkarte.
Eigenschaften einer guten Prozesslandkarte: Übersichtlichkeit (möglichst eine Seite), klare Differenzierung der Prozesstypen und Vollständigkeit bei den wesensbestimmenden Prozessen.
Quellen
- Gadatsch, A. (2025): Grundkurs Geschäftsprozess-Management, 11. Aufl., Springer Vieweg, S. 116-120
- Wagner und Lindner (2022), zitiert in Gadatsch, S. 145
Siehe auch: Kernprozess , Steuerungsprozess , Unterstützungsprozess , Geschäftsprozess